Konzertgeflüster 2013

Erato Trio - Drei griechische Grazien


Estas Konzentrat-Anjas 2013





Konzertgeflüster 2012
28 July 2012
Recital for solo Piano
with Aris Alexander Blettenberg



http://www.youtube.com/watch?v=Ueg5NUJSiZE&feature=youtu.be


Sunset supper music prior to the concerts




http://www.youtube.com/watch?v=lY80SFHajOw&list=UUclZ1io5nufbctRjyAb_D6Q&index=1&feature=plcp


Ava Girardelli
Der Rote Gürtel.
Aris Alexander Blettenberg, Piano am 28. Juli 2012 im Mani-Sonnenlink Konzert.



Aris Alexander Blettenberg wurde erst vor siebzehn Jahren und zehn Monaten geboren.
Seine Vornamen kleiden ihn, wie eine zweite Haut. Die Mutter ist Griechin.
Sein Vater ist Deutscher. Der junge Blettenberg kann beides sein. Er ist in höchstem Maße empfänglich und tiefwach. Anscheinend auf vielen Ebenen. 

Sein sanfter Eroberungsfeldzug startet mit sieben Jahren: Das häusliche Klavier belegt er ungefragt und ausdauernd. Es drängt sich ihm auf, wie ein alter Seelenbruder. Mittlerweile spielt er auf einem Niveau, dass dieses Jahr der 1. Preis bei „Jugend musiziert“ sogar auf Bundesebene fällig war, nach sechs 1. Preisen in Folge auf Landesebene. Und dies in Kategorien von Alte Musik über Mandoline bis Klavier Solo. Er kann nicht die Finger von der Musik lassen. Da kann es schon mal passieren, dass der versunkene Pianist Schliesszeiten verspielt und, wie jüngst, in einer Musikschule eingeschlossen wird, weswegen seine Mutter nach dem geduldigen Abwarten einer Konzertzeit-Zeit durchs Fenster klettern darf, um den Sprössling zurück ins restliche Leben zu begleiten. Wobei er diesen Herausforderungen auch erstaunlich routiniert begegnet. 
Bei einer abendlichen Gesprächsrunde mit drei gebildeten Damen, alle älter als seine Mutter - einzeln wohlgemerkt - geniessen sie seine Eloquenz und seine Weitsicht. Als er über Hegel spricht, ist man kurz versucht hinter seinen Stuhl zu schauen. Sitzt dort noch einer, der viel älter ist und flüstert ein? Ist er tatsächlich erst knappe achtzehn Jahre auf dieser Erde?
Dann macht sich grosse Freude breit und man sehnt sich sogleich danach ihn in zehn Jahren wiederzutreffen. Sein Name wird leuchten. Das Licht in ihm ist schon an. Heute brennen die Lampen im Mani- Sonnenlink für ihn.

Aris Alexander Blettenberg gibt seinen ersten Klaviersoloabend in Griechenland.
Und neben dem zahlreichen Kennerpublikum hat sich der gesamte griechische
Familienclan eingefunden: Eltern, Tanten, Onkel, Cousins und die Grossmutter.

Aris setzt Akzente: Ein signalroter Gürtel unterbricht die übliche Schwarz ( Hose) - Weiss ( Hemd) Malerei der meisten Pianistengewande. Und, wenn man gut sieht, erkennt man elegantes nachtblau in seinem Beinkleid. Seine jungen Füsse tragen ihn auf knallroten Schuhen zum Flügel. 

Rot. Blut. Liebe. Gier. Leidenschaft. Leichtigkeit. Energie. Kraft. Rot.
Röter. Die Erotik, der Eros, die Wut, der Zorn. Lava. Tod. Wandlung.
 
Liebe und Leiden. Krieg und Frieden. Erziehung und Freiheit. Tanz und Tod.
Worte auf gegenüberliegenden Waagschalen. Ursprünglich ausgerichtet auf Null. Der ernsten Differenz zweier gleicher Zahlen. Es hält sich die Waage.

Eigentlich. Irgendwann beschwerlich aufgeplustert durch subjektive Empfindungen, die sich seit wackligen Kinderbeinentagen mit durchs Leben schmuggeln. In den Farben ist der Grundton klar. Und technisch nachvollziehbar. Alle Farben starten uni. Manche müssen sich verbinden, um zu sein. Und daraus wieder verbünden. Ihre undiskutierbaren Schattierungen schöpfen sie aus der Tiefe des Menschen, sowie aus den vermeintlichen Gegenspielplätzen unseres erdigen Sichtfeldes.

Rot ist eine der drei Basisfarben, die die Welt anmalen.
Pures Rot, wie Aris Alexander Bettenbergs Gürtel, der uns eine Spielzeit zusammenhält. Und reines Rot, wie seine Schuhe, die uns leicht und unbeschwert über der Erde auf seinem Spiel tragen. 
Rot ist unerlässlich, um einen lebendigen Regenbogen zu gestalten, der wundern lässt. Man muss lassen können.

Aris lässt. Er spielt Klavier seit er sieben ist. Zehn Jahre her. In diese zehn Jahre hat er Berge gepackt. Schwer zu tragen hat er daran nicht.
Er ist so klar und alle Farben, dass man staunt. Und dabei so eigentümlich mitfühlend, dass man stutzt. Aris Alexander Blettenberg reflektiert. Es scheint, als werde jedes vergangene Licht von ihm mit spielerischer Leichtigkeit aus den Zeiten hervorgezaubert. Aus den Untiefen der Zeiten. Es scheint, als habe dies schon immer dort gelauert und gewartet. Auf den Tastendruck eines Aris Alexander Blettenberg. 
Nachdem Domenico Scarlatti sich neben ihn gesetzt hat und Haydns Fantasia
uns den Weg weist zu Mephistos Tanz in der Dorfschenke, ist Felix Mendelssohn bereit sich zu zeigen. Sein Abgang ist Alexander Scriabins Chance gehört zu werden. Sein Namensbruder ist ein Geistesbruder.
Nachdem er in seiner ersten Zugabe Scriabin zelebriert, sind die anderen selbstkomponierte Stücke. Unisono Erstaunen und reine Freude der Zuhörerschaft. Er schliesst ab mit der Erfüllung eines Herzenswunsches seiner griechischen Grossmutter, die sich mit ihm das Licht zuwirft: Die griechische Nationalhymne. Ein Heldenstück gelingt. Durch Blettenbergs fulminanten integrierenden Tonsatz reicht er manchen anwesenden Deutschen ein Stück Verlorenheit zurück: Das Gefühl sich einer Nationalhymne ganz und gar erfreuen zu dürfen. Und die griechische Nationalhymne verwandelt sich - heute - ein Mal - in eine internationale Tanz-Hymne, welche die Verbindung aller Menschen symbolisieren könnte……... 


„.......Verflossenen Sonntag, am 26. dieses Monats, dieses in der Mittagsstunde, hatte der neunjährige Virtuose Franz Liszt, die Ehre, sich vor einer zahlreichen Versammlung des hiesigen hohen Adels und mehrerer Kunstfreunde, in der Wohnung des hochgeborenen Herrn Grafen Michael Eszterházy, auf dem Clavier zu produciren. Die außerordentliche Fertigkeit dieses Künstlers, so wie auch dessen schneller Überblick im Lösen der schwersten Stücke, indem er alles, was man ihm vorlegte, vom Blatt wegspielte, erregte allgemeine Bewunderung, und berechtigt zu den herrlichsten Erwartungen.“( Überlieferung aus Juli 1820)

Verflossenen Samstag, am 28. dieses Monats, dieses in den Sonnenuntergangsstunden gab sich der siebzehnjährige Virtuose Aris Alexander Blettenberg dem Klavier hin. Die ausserordentliche Fertigkeit dieses Künstlers, sowie auch dessen tiefe Weisheit beim Begreifen seiner musikalischen Vorgänger, erregte allgemeine Bewunderung. Und, selbst in einer Zeit des Jetzt, kommt man nicht umhin die herrlichsten Erwartungen zu hegen.:)






21 July 2012
Recital for Violin & Piano
with Danae Papamattheou &
 Robin Green



http://www.youtube.com/watch?v=teHQ9d7plec&feature=youtu.be

Ava Girardelli
The Youngsters go classic. Ein klassischer 1. Klasse Dialog.
Danae Papamatthäou-Matschke, Geige und Robin Green, Klavier
am 21. Juli 2012 im Mani- Sonnenlink. Classical Recital: Violin & piano.
Es klang so fluffig, wie der hausgemachte Mohnkuchen am Bio-Buffet schmeckt: Fritz Bläuel verwöhnte wieder das Mani Sonnenlink Publikum mit seiner starken Präsenz am Flügel. Wie schwer ist das, so leicht zu klingen. Der fingerfertige Ouvertüren Tastateur Fritz Bläuel stimmte unsere Ohren ein und öffnete sie sanft für die Hauptakteure des Abends:
Die beiden Youngsters Danae Papamatthäou-Matschke und Robin Green.
Danae Papamatthäou-Matschke, Jahrgang 1988, kommt aus einer Musikerfamilie. Ihr Vater, der Pianist Uwe Matschke ist vielerorts ihr musikalischer Begleiter. Die herausragende Geigerin, die bereits mehrfach ausgezeichnet wurde, ist Stipendiatin der Onassis-Stiftung. 
Ihre Liebe zur Geige entflammte bereits mit drei Jahren. Seit ihrem fünften Lebensjahr gehört das intensive Geigenspiel zu ihrem Leben, wie ihre griechischen Wurzeln. 
Zuletzt gewann die charismatische junge Frau 2010 den Sonderpreis für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werks beim 2. Internationalen "Szymon Goldberg Award" in Meissen.
Mehrfach preisgekrönt ist auch ihr Partner des heutigen Abends: Robin Green. Der 25jährige Engländer ergatterte unlängst - gemeinsam mit seinem Klavierpartner Antoine Francoise -  den 1. Preis beim Concours Nicati, dem grössten Wettbewerb für Interpreten zeitgenössischer Musik in der Schweiz. Der sympathische junge Mann mit der Lieblingsschwiegersohn-Aura betrachtet die Klaviertasten seit seinem siebtem Lebensjahr als Lebensfreudespender. Ab seinem vierzehnten Lebensjahr wusste er, dass er Pianist werden wird. Bei dem European Youth Orchestra war er 1.Pianist und trat auch als Dirigent auf.
Mittlerweile konzertiert er europaweit, genau wie die Ausnahmegeigerin Danae Papamatthäou. Beethoven, Ravel und Cesar Franck stehen für das Sonnenlink Konzert auf ihrem Programm. Die zwei jungen Talente musizieren mühelos im klassischen Dialog. Danae`s brillant makelloses Spiel trifft auf das kultivierte Spiel des Pianisten Green. Beethoven kam, klang und war königlich. Ravel tritt ein und tritt auf und trifft. Franck erhebt sich und erklärt sich. Die musikalische Einfühlsamkeit von beiden ist fulminant und gleichzeitig virtouos.

Das kennerhafte Publikum ist entzückt über die beiden musikalischen Juwelen. Sowohl Danae Papamatthäou-Matschke als auch Robin Green werden gewiss noch viele Liebhaber klassischer Musik in der ganzen Welt mit ihrer Klasse in den nächsten Jahrzehnten zum Staunen und Strahlen bringen.





14 July 2012
“Sunshine Glam Rock”
with Barbara Spitz &
 Ulli Winter






Von Ava Girardelli
Rock me! Spitz` auf Glam Rock
Barbara Spitz, Gesang und Gitarre 
mit Uli Winter, Gitarre und Gesang
am 14. Juli 2012 im Mani - Sonnenlink

“Alle konzertierenden Rockstars haben ja eine Vorgruppe. Und somit hat „the
internationally ignored rockstar“ * Barbara Spitz eine light-version davon:
Fritz Bläuel spielt heute Klavier! Er sitzt da und lässt gekonnt in den Abend
gleiten. Irgendwie ist er immer ganz plötzlich da. Vielleicht, weil er so leise
scheint. Und dann wirkt er omnipräsent. Vielleicht, weil er so authentisch ist.
Auch im Klavierspiel. Zudem hat neben Fritz Bläuel jeder Raum.
Möglicherweise, weil er frei ist. Auch dies ein Thema der 70er Jahre: Freiheit.
Neben Peace-Anhängern - am Hals, Plateauschuhen, Haarkonstrukten
und...Glam Rock!
Auf dem Plateau des Amphitheaters öffnet sich heute knarrend eine Tür zur
Vergangenheit. Barbara Spitz wirft mit ihrer magnetischen Altstimme die
Legenden und Lieblingssongs der Glam Rock Welt der 70er Jahre in den
Jungbrunnen - und die zahlreichen Sonnenlink Hörgäste springen sogleich
mit hinein.
Als das Publikum nach einem Bad in „ Sweet, Slade und Marc Bolan“ wieder
auftaucht, ist es sichtlich verjüngt. Je nach Ausgangsalter zwischen 0 und
über 30 Jahren. Solange liegt für die Mehrheit der Konzertbesucher die
tanzwilde Glam Rock Zeit zurück. Barbara Spitz reiht sich dort ein. Geboren
und gewachsen in London, lebte die charismatische Rocklady mit Wiener
Elternhaus den Glam Rock eben da, wo er herkam. Und das spürt man.
Hören kann man es sowieso. Ihr langjähriger musikalischer Weggefährte Uli
Winter beherrscht mit die Bühne. Der beliebte Wiener Musiker glänzt als
virtuoser Gitarrist und als pointenreicher Sparringspartner in Spitz`ns kleinem
Bühnencabaret.
Ihre vielfältige Theater- und Musicalerfahrung durchdringt Barbara Spitz`
professionelle, emphatische BühnenpraÅNsenz. Die Gitarre beherrscht sie, wie
David Bowie damals seine Kunstfigur Ziggy Stardust. Sie ist ein grosser Fan
und im Publikum outen sich lautstark weitere Anhänger, als sie Ziggy
Stardust musikalisch aufleben lässt. Unbestreitbar am Siedepunkt des „back
to our glamorous rocktimes“ Spitzevents: Tom Jones` Delilah. Unisono
dröhnt der Refrain aus über hundert Gastkehlchen: „....MY, MY, MY Delilah!
WHY,WHY, WHY Delilah! Da ist dann für die meisten Schluss mit der
Texterinnerung. Nicht jedoch für Stuart, britischer Staatsbürger und
Dauerstoupaner. Von seinem Aussichtspunkt auf der oberen Terrasse
schmettert er glücklich weiter .....so before they come to break down the
door - forgive me Delilah, I just couldn`t take any mooooore!
More! More! Mooore!! Nach den Zugaben lässt das 70er Jahre Revival
Publikum nur schweren Herzens die zwei Künstler von der Bühne. Barbara
Spitz und Uli Winter - the original rock Glammer oas Wean! ( auf
deutsch: ...aus Wien)
* Mehr Insiderwissen auf www.barbaraspitz.com”





07 July 2012
Classical Music, Jazz & Swing
with Christos Papageorgiou
Theodore Kerkezos &
 Matina Velimahiti







http://www.youtube.com/watch?v=rZ3b_z7uKd0&feature=youtu.be

http://www.youtube.com/watch?v=bjyKrOHWcdE&feature=youtu.be

http://www.youtube.com/watch?v=q7HIhsffGrI&feature=youtu.be

Von Ava Girardelli


ES HALLT DIE VERBINDUNG.

Christos Papageorgiou - Komponist, Dirigent, Pianist und Musikmensch mit Theodoros Kerkezos - Saxophonist und Musikmensch am 7. Juli 2012 im Mani Sonnenlink Konzert.
In Begleitung Matina Velimachiti, Sopran.

Es hallt nach. Sonntagnacht danach. Man betrachtet die Sterne in absoluter Stille. Die spürbare Verbindung manifestiert sich. Und die ist gefüllt mit einem Ton. Ganz leise, zuerst ein Summen. Dann wacht das innere Orchester auf. Eine angenehme Aufregung befüllt einen Kloß im Hals. Und da ist es wieder: Das tiefe Gefühl dieses Konzertes, verbunden zu sein. Wie durch ein heiter flatterndes Band. Das Band verknüpft den Hörenden mit der Leidenschaft und Schaffensfreude, die Christo Papageorgiou hochprofessionell in seiner Musik auslebt. Seine drei selbst komponierten Variationen von Rachmaninow, List und Chopin reißen mit. Ein Gefühl, wie auf einer Achterbahnfahrt, sprachlos in den Sitz gepresst - wartend- was da wohl noch so kommen mag....
Zum Beispiel, ein lebendiges Piano, das sich zu freuen scheint über seinen temporären Meister Papageorgiou und seine Bespielbarkeit vollends dem virtuosen Macher zu Verfügung stellt. Die Dirigentennatur des begabten Komponisten kommt in seinem meisterhaften Klavierspiel brillant zum Ausdruck.

Der begnadete Theodoros Kerkezos verknüpft währenddessen fliessend sein Saxophon mit der Tragweite der Musik. Sein weises Saxophon scheint ganz alleine zu spielen, so einfühlsam tritt Theodoros Kerkezos hinter dem Instrument zurück. Es ist ein Glücksfall, dem weltweit begehrten Saxophonspieler nicht zum London Symphony Orchestra oder den Berliner Philharmonikern, in die Carnegie Hall oder in die Royal Festival Hall hinterher reisen zu müssen, sondern ihn hier zu geniessen. Exklusiv im intimen Amphittheater des Mani Sonnenlink. Dazu hat er seinen Sohn und seine Frau mitgebracht. Der junge Sohn sitzt gross neben dem Piano und blättert um für den Freund seines Vaters, Christo Papageorgiou. 
Die Frau, Sopranistin Matina Velimachiti, ergänzt mit Sorgfalt Lieder von Papgeorgiou und Hatzidakis. Die Darbietung der beiden grossen Verbinder von Musik, Zeit und Raum sowie von Musik, Geist und Seele: Christo Papageorgiou und Theodoros Kerkezos hallt noch lange nach.

In der Natur ist ALLES mit allem verbunden, alles durchkreuzt sich, alles wechselt mit allem, alles verändert sich, eines in das andere...
Es ist alles schon immer so. Wir dürfen uns nur erinnern. 

Und das passiert, wenn ein Meisterpianist auf einen Meistersaxophonist trifft und sie im satten Amphittheater des Sonnenlink auf 260 hungrige Ohren treffen. Diese ihre 130 Herzen öffnen und die menschenverbindende Nabelschnur, die Musik sein kann, fast 90 Erdenminuten in uns pulsiert.

Am Schluss des Konzertes betritt Burgi Bläuel die Bühne. Sie macht das einzig Mögliche. Mit ungewohnt zarter Stimme bittet sie um zwei Minuten Stille. Wie wohl tut das und wie tief kann sich so das Herz diese musikalische Verbindung einpacken. In bestes Seidenpapier. 

Übrigens: Das nächste Geschenk des Komponisten Christo Papageorgiou steht schon bereit. Bald werden sich weltweit die Bühnen öffnen für sein erstes fulminantes Musical. Es wird mit Sicherheit die Welt umrunden und verbinden. 
Freuen Sie sich auf „Die Geschichte von Onassis und Maria Callas“ !





zauberhaftes Musical-Fest……………….



http://www.youtube.com/watch?v=Vgu7b1sI_8Q



Von Ava Girardelli

DIE KLEPTOMANIN.
Eleni Lydia Stamellou 
im 4. Mani - Sonnenlink Konzert Zyklus 
mit Marios Kazas am Piano. 
30.Juni 2012


“Die Steinwege in Burgi Bläuels Naturgarten scheinen unter ihren tanzenden Schritten zu erweichen: Eleni Lydia Stamellou schwingt ihren filigranen Körper mit einer Haarkrone aus feinen Medusenlocken den Natursteinpfad hinauf zum Amphitheater im Mani - Sonnenlink.
Ihr ganzes Wesen atmet eine lebensfrohe Melodie aus. Sie inhaliert aufmerksam jeden Blick, jedes Wort und jeden Takt und atmet unbeirrt und kraftvoll ihre Lebensmelodie aus. Die summt sich fest. Unerhört gehört. Hochansteckend.

Eleni Lydia Stamellou ist eine Kleptomanin. Wo sie geht und steht, stiehlt sie flugs ein Loch in die Realität und füllt es augenblicklich mit musikalischer Leuchtkraft. Auch, wenn sie nicht singt. Ihre Augen sind wie zwei dunkle Venylscheiben, die ständig die Welt umdrehen und den Betrachter zwingen die Mundwinkel in den Lächelstand zu bringen.
Nach vierzehn Stunden Schlaf ist sie nun ganz hier beim 4. Internationalen Mani - Sonnenlink Musikfestival angekommen. 
Vor zwei Tagen atmete Eleni Lydia noch New Yorker Schauspielluft ein. 
Die Stipendiatin der Onassis Stiftung rundet ihre vielfältige Gesangsausbildung dort mit einem Schauspielstudium ab. 
Doch schon jetzt hat die preisgekrönte Sopranistin eine umfang-reiche Schaffensliste in die Welt gesungen: 
Von Liedern im Herodus Atticus Theater, Athen über die „Maria“ in West Side Story in Freiburg bis hin zur hochgelobten Hauptrolle „ Schneewitte“ und „Schaf“ der jungen Oper Mannheim, die Liste zeugt von Schaffenskraft.
Ihr Repertoire umfasst Werke aus Oper, Operette, Lied und Musicals – in neun Sprachen. Eleni selbst spricht fünf Sprachen fliessend. 
Jetzt möchte sie russisch lernen. Ihr übernächster Wunsch ist in Moskau, mit einem befreundeten Opernsänger Mozartarien samt schauspielerischer Darstellung auf die Bühne zu bringen. Der nächstliegende Wunsch der temperamentvollen Künstlerin ist während ihres Deutschlandaufenthaltes jetzt im August in ein schönes Theaterengagement zu rutschen. Es sei dem Publikum zu wünschen. Jeder sollte Eleni Lydia Stamellou in ihrem Lebenselement, dem Gesang und dem Schauspiel auf einer Bühne erleben dürfen. 
Und wenn dann noch Marios Kazas, ein begabter, sensibler Pianist und langjähriger musikalischer Freund der Sopranistin die Begleitung spielt – rockt das Leben!

Das bunte Publikum im Mani Sonnenlink in der Fastvollmondnacht zum 1. Juli 2012 kann unisono ein musikalisches Wohlfühlbad auf hohem Niveau bezeugen. 
Eleni Lydia Stamellous einnehmende Bühnenpräsenz steht in Balance mit ihrer lupenreinen Sopranstimme. 
Professionell und liebevoll getragen von dem Pianisten Marios Kazas nimmt sie die Menschen mit auf eine Freudenfahrt zum Zauberer von Oz – wo sich Laura mit Romeo und Julia und der „My fair lady“ trifft. 
Ohne Irritationen haben neben Kurt Weill mit Surabaya Johnny, der grosse Manos Hatsidakis, Jacques Offenbach und Friedrich Holländer mit seiner „Kleptomanin“ auch noch Platz.

JA. Eleni Lydia Stamellou ist auch eine Kleptomanin. Wo sie geht und steht, stiehlt sie flugs ein Loch in die Realität und füllt es augenblicklich mit musikalischer Leuchtkraft. 
Fast traut man sich nicht zu erwähnen, dass an diesem Abend ein grosser Komet langsam den Himmel befährt während die Künstlerin für Verzauberung auf Erden sorgt. Aber auch das könnte das frenetisch applaudierende Publikum bezeugen.
I could have danced all night, I could have danced all night, lalalala laaalaaa....”





DIMINUITA aus Athen –

Mani VERSWINGT vom Talent- Trio grande

Von: Anja Deuser 

Damian Dudu ist weg. Vor einigen Auftritten war er noch da und nun ist er weg: Der rumänische Geigerprinz hat sich mit seinem brillanten Geigenspiel in ein eigenes Königreich hinein katapultiert und vergibt jetzt europaweit Soloaudienzen. Die restlichen Musiker machen geigerlos weiter mit ihrer Musik. 
Und nun zu den guten Nachrichten: Effi Saranti, Giorgos Papadogiannis und Kostas Arsenis sind gar keine Musiker.
Es sind Musikanten. Musikanten erkennt man daran, dass sie sich vom ersten selbstgespielten Ton an in charismatische Wesen verwandeln, die im besten Fall im Dreierpack auftreten und sich neben einer harmonischen Dreieinigkeit, auch noch durch befruchtendes kreatives Dreiecksspiel bemerkbar machen. 
So geschehen beim 3. Mani Sonnenlink Musikfestival am 23. Juli 2011 im steinheissen Amphittheater mit kühlendem Meerblick.
Gypsy Jazz, Django Reinhardt und Duke Ellington dargeboten von
griechischen Vollblutmusikanten, geht das? „Swing de Paris“, „ Take the A train“ oder „Sweet Georgia Brown“ in Griechenland, wo Gypsy Jazz so bekannt sein dürfte, wie Rembetiko bei deutschen Bayern, wie geht das?
Wie alles geht, mit Liebe und Leidenschaft! Die umtriebige Effi erwärmte sich schon zu ihren Zeiten als Rembetiko Gitarristin mit ihrem musikalischen- und Herzenspartner Giorgios für Jazz aus den 20er und 30er Jahren, insbesondere Django Reinhardts erfundene Mischung aus drei Musikstilen: New Orleans Jazz, französischer Walzer und traditionelle Roma Musik, heute weltweit bekannt als Gypsy Jazz hatte es ihnen angetan. Im November 2007 entstand DIMINUITA – ein Novum in Hellas. 
Sie glauben an das, was sie machen und eine wachsende Fangemeinde, auch in Griechenland macht sie glauben, dass es richtig war und ist, sich nur auf die Musik zu konzentrieren. Sie leben von ihren Auftritten, noch sehr bescheiden – mittlerweile zu viert. Effi und Giorgos haben eine kleine Tochter.
Arionas ist ein kleiner 2jähriger Junge. Als das Konzert des Trios auf seinem Höhepunkt ist und es keinen Menschen mehr im Theater gibt, der nicht mindestens mit beiden Füssen wippt und mitklatscht, mitsummt, mitswingt, schwingt sich Arionas von seinen Eltern los, hüpft in die Musikarena und tanzt ein wildes Solo nach dem anderen- immer im Rhythmus!
Effi Saranti, Lead Gitarre, Giorgios Papadogiannis ( Gitarrist und Komponist) an der Rhythmus Gitarre und Kostas Arsenis Cello Doppelbass haben die Zuhörer „verswingt“. In hochprofessioneller Qualität haben sie mitreissend musiziert und man sieht viele urglückliche Menschen johlend und trampelnd nach Zugaben schreien.

Ausserdem können echte Musikanten nicht aufhören zu musizieren. Ihre Seele gibt ihnen vielleicht so eine Art Lebensmelodie vor, da singt dann die innere Stimme dazu und verlangt instrumentale Begleitung. Sobald ein anderer Musiker, in diesem Fall ein Klarinettist um 3 Uhr morgens nach einem zugabenreichen, langen Diminuita Konzert anfängt zu spielen, halten es Effi Saranti, Giorgios Papadogiannis und Kostas Arsenis nicht mehr aus als Zuhörer zu fungieren. Wie ferngesteuert, stehen die drei auf und packen freudig plaudernd die Instrumente wieder aus den Taschen und weiter spielt das Leben: Diminiuta Swing  und Rembetiko mit Effis gehaltvoller Stimme - vom Feinsten!
Übrigens: Bei www.diminuita.com gibt es die erste! CD des Trios zum Bestellen. „a-rhythmology“ heisst das beeindruckende Werk mit acht Eigenkompositionen von Giorgos Papadogiannis und zwei Arrangements von ihm zu Themen von J.S. Bach und M. Ravel. Glauben Sie mir: Kaufen macht glücklich :)

Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=8xudGsPJ89Y 


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Musikfestival des Mani Sonnenlink serviert Meisterstück:
Christos Papageorgiou`s offener Hörsaal  - Lecture and Piano Recital.

Mittlerweile haben sich die musikliebenden Dauerbesucher des 3. Musikfestivals von Mani Sonnenlink ja bereits an Burgi Bläuels fulminant glückliches Händchen bei der Auswahl der Künstler gewöhnt. Ihr besonderes Festival spricht sich herum und zieht immer weitere Kreise. Gespannt wird jeder Samstag (noch bis 10. September 2011) herbeigefreut: Wie musiziert der, der da kommt? Mit welchen kulinarischen Überraschungen wartet das Theaterbuffet auf? Kommt der Künstler bei seinem Publikum an? Und…WER kann direkt nach Mimis Plessas kommen?
Nun. Er kam, sah und siegte. Christos Papageorgiou. Ein eloquenter Herr, der leicht und sinnig zwischen vier Sprachen jongliert - Ein faszinierender Mann mit Tiefenblick und ein interessanter, warmherziger Mensch – ein grosser griechischer Musikkünstler- Komponist, Pianist, Lehrmeister; dessen internationale Anerkennung und Auszeichnung ebenfalls immer weitere Kreise zieht. Und nicht erst, seit dem er im griechischen Fernsehen und Radio seine eigene wöchentliche Sendung füllen darf.
Seine Verzückung über die Geschenke des Lebens beginnt sogleich bei einer nebensächlichen Salatdekoration, einem kleinen Boot nachempfunden, auf dem die hauseigenen Bläuelschen Bio-Kapern “segeln” – dargeboten auf seinem Abendmahlteller bei Sonnenuntergang, am Freitag vor dem Konzert. Christos Papageorgiou freut sich so tief und offen über liebevolle Details, wie er sich über grosse Komponistenstücke freut – immer wieder und immer wieder neu. Er zelebriert sie, wie er alles Leben zu feiern scheint: mit dankbarer Inbrunst und einer virtuosen Tiefe und Zartheit, die berührt und anhaftet.
Einfachste Themen verwandelt er in den Kern einer Quelle. Und er sprudelt. Heute ist er viele Rollen, begnadeter Pianist und Komponist, auch der lehrende Meister. In seinen europaweit gerühmten “stilistischen Variationen eines Liedes von Mikis Theodorakis” katapultiert er Mozart, Haydn, Chopin, Beethoven, Debussy, Bartok, Keith Jarrett und Bach in seinen offenen Hörsaal des atmosphärischen Amphittheaters von Burgi Bläuel. Diese alten Macher zeigen - in Papageorgious Pianistenkunst gebeamt und mitreissend unterstützt durch seine kurzweiligen Erläuterungen und sein humoriges Schauspieltalent - wie sie Theodorakis in ihrer Musikwelt interpretiert hätten. Alles ist Eines. Alle sind verbunden in der Muttermelodie der Musik. Das Publikum versteinert auf den felsigen Sitzen. Er zieht die staunende Zuhörerschaft in seinen Bann. Als die spannendsten Lehrstunden der musikalischen Neuzeit mit dem grossen Pianisten Christos Papageorgiou enden, gibt es eine Pause. Er endet und man hört stundensekundenlang NICHTS. Pause. Stillstand. Dann tobt ein kollektiver dankbarer Applaussturm durch das Theater. Die meisten applaudieren stehend und johlen nach Zugaben. 
Und die Welt dreht sich wieder. 
Die Woche zuvor stand Mimis Plessas in diesem Theater. Er schrieb ins Gästebuch des Mani Sonnelink: “Das Leben und den Tod, den Eros und die Liebe, Wagemut die Freiheit habe ich besungen und beweint. Stets hielt ich doch die Pause hoch, denn in ihr, so glaube ich, ist die Harmonie der Welt enthalten.
Autorin: Anja Deuser, Juli 2011

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http://www.argolis.de/Mani_Sonnenlink/index.htm



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Mimis Plessas - Klaudia Delmer Recital:


Von: Anja Deuser

Mimis Plessas macht Pause in der Mani.

Südpeloponnes. Mani. Neochori. Pyrgos- Lefktrou. Am Samstag Nachmittag, 9. Juli 2011 kurvt gemächlich ein sattes Auto die Hügel zum Sonnenhaus hinauf. ER kommt. Tatsächlich. Frau Bläuels 3. Internationales Musikfestival erfährt durch seine Anwesenheit eine grosse Wertschätzung und ihr ist die freudige Aufregung anzusehen. Mimis Plessas gibt ein Konzert im maniotischen Amphittheater von Burgi Bläuels Sonnenlink. Gemeinsam mit seiner Frau Lucile Carrer- Plessa entsteigt er einem Wagen, der nach Athener Luft riecht. Umgehend ist Mimis Plessas spürbar angekommen. Die 86-jährige Musikkoriphäe wandelt leichtfüssig die Treppen hinab. Sein modernes helles Hemd umhüllt einen fröhlichen Körper, seine warme sanfte Stimme umhüllt jeden. Für die anwesenden Damen gibt es einen galanten Handkuss. Herrenhände werden kraftvoll geschüttelt. "O Mimis" reduziert sogleich die inspirierende Atmosphäre dieses Spielplatzes aufs Wesentliche: Menschliche Authentizität in Freiheit. Alles ist wie immer und noch ganz anders.
Der Erfinder von Wort und Ton unzählbarer griechischer Hymnen für das Volksgefühl, seit über 60 Jahren Gestalterkönig der griechischen Musikkultur, vielgepriesener Filmmusikmacher, der selbst Hollywoods Urgesteine Elisabeth Taylor und Robert Mitchum mit seinen melodiösen Meisterwerken auf den filmischen Olymph begleitete, Jazzer aus Leidenschaft, Komponist, Mäzen talentierter Musiker, gedankenkreativer Philosoph und ein begnadeter Pianist.
Mimis Plessas ist einzigartig in seiner Vielseitigkeit. Er inspiriert mit seiner Präsenz und präsentiert Inspirationen ad hoc seinen offenen Geist.  Seit 86 Jahren scheint sich dieser Geist auszubreiten -  in ihm, mit ihm, durch ihn.
Der Theaterplatz wird heute zum Ehrenplatz. Viele Griechen spüren ihn auf. Erwartungsvolle Ausländer spüren ihnen nach. Mimis Plessas wird begleitet von Klaudia Delmer, Mezzo Sopran. Eine charismatische grecophile Sängerin mit Weltwurzeln. Geboren in Polen mit italienischer Mutter, Lebensjahre in Spanien und Lieblingsjahre in Griechenland seit Jahren. Mutig intoniert sie Plessas Lieder in einer Sprache, die lange nicht, die ihre war. Jetzt wohnt sie in darin. Eine zurückgekehrte Hellenin, musikalisch aufgenommen und begleitet vom Maestro selbst. Er ist in Höchstform und geniesst sein Spiel mit dem Spiel und das Publikumsmitspiel.
Mimis Plessas begeistert ohne Pause. Eloquent führt er das Wort und übernimmt still die Führung über einen maniatischen Tag und eine Nacht. Die Mani sei kein Landstrich, klärt er auf. Die Mani sei eine Lebensart. Griechische Männer mit Arbeiterhänden schweigen und atmen tief. Es ist Pause vom lauten Denken. Zwei griechische Kinder rennen ohne Pause im verbleibenden Freiraum. Die Restlichen machen Kugelaugen und haben Hundeohren. Griechische Frauen singen behutsam Mimis Lebensbegleitlieder mit. Die Männer stimmen sanft mit ein. Machos haben Pause. Die Ausländer sind pausenlos berührt. Man kann Hellas erkennen, wenn man will.
Der grosse Mensch und Künstler liebt die Mani und verspricht Burgi Bläuel sehr bald wieder zu kommen. Übrigens mit 100 neuen Liedern, die er Martina Schäffer schenken möchte. Sie füllte eine Pause vor seinem Auftritt mit ihrem fulminanten Gitarrenspiel so plessasglücklich, dass der Maestro am Rand beeindruckt Platz nahm und seinen Part später begann.
Im Gästebuch steht jetzt: "...................
Pause.

http://www.youtube.com/watch?v=G8yAz1KddA8

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Martina Schäffer Recital:
 
Einreise der mystischen Saiten.

Samstag 2. Juli 2011. 20.30 Uhr griechischer Zeit & Raum. Mani Sonnenlink. Sommerkonzert- Zyklus
Künstlerin: Martina Schäffer- Solo Klassische Gitarre

“Die Zikaden sitzen schon alle. Sie besprechen sich. Entspannte Menschen- manche Kinder, mehrere Paare, Frauen, Fräuleins, Herren und Männer strömen über sonnenwarme Stufen ins leuchtende Theater. Es duftet nach Feingemacht und warmen Rosmarin. Irgendwie nach sicherer Freiheit. Es klingt nach lauter Stille vor innerer Ruhe. Irgendwo wohnt ein Käuzchen. Oben sieht`s aus, als stünde ein himmelnahes Wiegebett in umarmenden Farben fröhlich bereit. Nehmt Platz! Der Platz schenkt Platz. Die bunte Besucherschar verwandelt ihn in einen Theaterplatz. Das Himmelszeltbett strömt ins untergangsorange. Sonnenuntergangszeit. Feierlichkeit. Zeit für Wandel und sie: Martina Schäffer. Manche Menschen betreten einen Lebensraum und ihre Präsenz erweitert spürbar den Raum. Die charismatische Gitarristin ist eine der interessantesten jungen Gitarrenkünstler Europas. Vielfach ausgezeichnet, technisch brillant und bekannt für temperamentvolle und originelle Interpretationen steht sie nun plötzlich mitten in der Mani, im kraftvollen Amphittheater von Burgi Bläuels Sonnenlink.
Martina Schäffer verneigt ihre elegant gekleidete Gestalt vor dem Publikum. Das Klavier ist heute Dekoration. Es trägt indischen Stoff. Mit Grazie. Alles stimmt. Auch das Stimmen der Stimmen. Die innere Verneigung des Publikums tritt in den Raum. Fast augenblicklich scheint sich eine innere Ruhe getragen von erwartungsfreudigen Wellen auszubreiten...
Mit der "Kleinen Freiheit" von Mirco Oldigs als Eingangsstück öffnet Martina Schäffer uns bei Sonnenuntergang ein neues Zeitfenster. Altes darf in Leichtigkeit gehen. Neues kann kommen. Das Sonnenhaus Theater macht eine mystische Reise. Auf den Saiten einer leuchtenden Künstlerin schwingen unsere eigenen Seiten an. Manche steigen ganz ein. Ein kleines, ca. 4jähriges Mädchen starrt im zweiten Teil nach der Pause mit hypnotischem Blick zu Martina und auf ihr virtuoses Spiel. Das kleine Mädchen sitzt auf Mamas Schoss und intoniert hochkonzentriert zehnfingrig mit. Bei "Capriccio" fliesst der Herzrhythmus des Komponisten- in die Künstlerin - in das Instrument - und alles verbindet sich mit den Mitreisenden zum Herzrhythmus einer anderen Welt. Die meditative Reise führt über sanfte Gipfel, berührt tiefere Täler und landet im JETZT.
Als Reiseandenken gibts ein Stück vom Glück zu leben.
Die Zikaden sitzen noch. Still. Es duftet nach Glückgehabt und kühlendem Lavendel.”
Von Anja Deuser

http://www.youtube.com/watch?v=LASDrPcUSAI



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Die Eröffnung des 3. Internationalen Musikfestivals 
in Pyrgos Lefktron, am 25. Juni war ein voller Erfolg.

Obwohl an jedem Abend 2 andere Großereignisse stattfanden war der Platz voll und voller Leben. Das Leben in der Mani pulsiert, viele Unternehmer beginnen ihre eigenen kulturellen Veranstaltungen zu kreieren, da von Seiten der Gemeinde aus keine Mittel zur Verfügung stehen. Burgi Bläuel mit Ihrem Mani Sonnenlink geht wieder einmal als Pionierin voran.
Die Veranstaltungen in dem kleinen Amphitheater mit dem besonderen Ambiente, einer gelungenen gewachsenen Mischung aus griechischer Prachtaussicht mit dem schönsten Natur-Bühnenbild der manitaischen Sonnenuntergangs-Stimmung gepaart mit wienerischem Kultur-Metropolen Flair haben inzwischen legendären Charakter und erfreuen sich höchster Beliebtheit.
Das Konzert am Samstg, 25 war ein solcher gelungener Abend: Neil Latchman - ein Bilderbuch-Operntenor mit einer Stimme, die an die " 3 Großen" erinnern lässt hat seinen Süd-Amerikanischen Charme spielen passen und das Publikum mit Worten, Kostümen und Ausdruck verzaubert. Die Musik: allesamt tiefgehende Liebeslieder - im Stile der großen italienischen Arien mit teilweise leichterem Musikeinschlag. Wunderbar auch die 4 großen Lieder der griechsichen Komponisten Plessas, Theodoraksi und Chatsiatakis, die er mit der Intensität der italischischen Oper zu einem Erlebnis machte, im Publikum Gänsehaut und Tränen und vor allem Erstaunen hervorlockte.
Maria Garzon, Pianistin aus Spanien die vor vielen Jahren in ein Häuschen in Riglia zog, begleitet den Opern-Flairisten mit großer Sensibilität und pittoresker Unterstützung. Beide bereichern das Bild mit Kostümen und Bühnenathmosphäre.
Musikalisch war der Abend durchwegs gelungen - höchste Qualität, bezaubernde Schönheit, Gänsehaut und ein erstklassisches Publikum. DIe Sonnenuntergangs - Phase und Abenddämmerung war von bezaubernder Schönheit - und Stille.

Zur Eröffnung gab es ein Büffet aus biologischen Zutaten. Das Theaterbüffet des Sonnenlink wird auch in Zukunft biologisch Produkte zu bieten haben - inklusive Bier und Prosecco.

Neil Latchman, der zum zweiten Mal hier sang, hat sich in den Charme, Zauber und die Natürlichkeit der Mani verliebt und möchte wieder kommen - hat eine Patentschaft für das Festival übernommen und wir auch weiterhin beratend und singend präsent sein. Schon beginnen weitere Engagements für das verzaubernde Duo in unserem Bundesland zu winken und so wurde hat ein weiterer Mosaikstein in der Entwicklung zur Festival-Tourismus (Festival-Gegend) gesetzt.
Das kommende Konzert mit Martina Schäffer: eine junge, erfolgreiche österreichische Konzertgiutarrisin auf der Gitarre des bekannten griechischen Gitarrenbauers Paulos Bypass hat sich eine ausgefeiltes und reichhaltiges Programm für die Mani ausgedacht: 2.7. 2011 um 20:30 im Mani-Sonnenlink (Pyrgos Lefktron)
Von Burgi Bläuel

Youtube Video: http://www.youtube.com/watch?v=Pu9LZmi69Bo

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Konzertgeflüster 2013


Erato Trio - Drei griechische Grazien



Estas Konzentrat-Anjas 2013






Konzertgeflüster 2012

28 July 2012

Recital for solo Piano

with Aris Alexander Blettenberg




http://www.youtube.com/watch?v=Ueg5NUJSiZE&feature=youtu.be



Sunset supper music prior to the concerts





http://www.youtube.com/watch?v=lY80SFHajOw&list=UUclZ1io5nufbctRjyAb_D6Q&index=1&feature=plcp



Ava Girardelli

Der Rote Gürtel.

Aris Alexander Blettenberg, Piano am 28. Juli 2012 im Mani-Sonnenlink Konzert.




Aris Alexander Blettenberg wurde erst vor siebzehn Jahren und zehn Monaten geboren.

Seine Vornamen kleiden ihn, wie eine zweite Haut. Die Mutter ist Griechin.

Sein Vater ist Deutscher. Der junge Blettenberg kann beides sein. Er ist in höchstem Maße empfänglich und tiefwach. Anscheinend auf vielen Ebenen.


Sein sanfter Eroberungsfeldzug startet mit sieben Jahren: Das häusliche Klavier belegt er ungefragt und ausdauernd. Es drängt sich ihm auf, wie ein alter Seelenbruder. Mittlerweile spielt er auf einem Niveau, dass dieses Jahr der 1. Preis bei „Jugend musiziert“ sogar auf Bundesebene fällig war, nach sechs 1. Preisen in Folge auf Landesebene. Und dies in Kategorien von Alte Musik über Mandoline bis Klavier Solo. Er kann nicht die Finger von der Musik lassen. Da kann es schon mal passieren, dass der versunkene Pianist Schliesszeiten verspielt und, wie jüngst, in einer Musikschule eingeschlossen wird, weswegen seine Mutter nach dem geduldigen Abwarten einer Konzertzeit-Zeit durchs Fenster klettern darf, um den Sprössling zurück ins restliche Leben zu begleiten. Wobei er diesen Herausforderungen auch erstaunlich routiniert begegnet.

Bei einer abendlichen Gesprächsrunde mit drei gebildeten Damen, alle älter als seine Mutter - einzeln wohlgemerkt - geniessen sie seine Eloquenz und seine Weitsicht. Als er über Hegel spricht, ist man kurz versucht hinter seinen Stuhl zu schauen. Sitzt dort noch einer, der viel älter ist und flüstert ein? Ist er tatsächlich erst knappe achtzehn Jahre auf dieser Erde?

Dann macht sich grosse Freude breit und man sehnt sich sogleich danach ihn in zehn Jahren wiederzutreffen. Sein Name wird leuchten. Das Licht in ihm ist schon an. Heute brennen die Lampen im Mani- Sonnenlink für ihn.


Aris Alexander Blettenberg gibt seinen ersten Klaviersoloabend in Griechenland.

Und neben dem zahlreichen Kennerpublikum hat sich der gesamte griechische

Familienclan eingefunden: Eltern, Tanten, Onkel, Cousins und die Grossmutter.


Aris setzt Akzente: Ein signalroter Gürtel unterbricht die übliche Schwarz ( Hose) - Weiss ( Hemd) Malerei der meisten Pianistengewande. Und, wenn man gut sieht, erkennt man elegantes nachtblau in seinem Beinkleid. Seine jungen Füsse tragen ihn auf knallroten Schuhen zum Flügel.


Rot. Blut. Liebe. Gier. Leidenschaft. Leichtigkeit. Energie. Kraft. Rot.

Röter. Die Erotik, der Eros, die Wut, der Zorn. Lava. Tod. Wandlung.


Liebe und Leiden. Krieg und Frieden. Erziehung und Freiheit. Tanz und Tod.

Worte auf gegenüberliegenden Waagschalen. Ursprünglich ausgerichtet auf Null. Der ernsten Differenz zweier gleicher Zahlen. Es hält sich die Waage.


Eigentlich. Irgendwann beschwerlich aufgeplustert durch subjektive Empfindungen, die sich seit wackligen Kinderbeinentagen mit durchs Leben schmuggeln. In den Farben ist der Grundton klar. Und technisch nachvollziehbar. Alle Farben starten uni. Manche müssen sich verbinden, um zu sein. Und daraus wieder verbünden. Ihre undiskutierbaren Schattierungen schöpfen sie aus der Tiefe des Menschen, sowie aus den vermeintlichen Gegenspielplätzen unseres erdigen Sichtfeldes.


Rot ist eine der drei Basisfarben, die die Welt anmalen.

Pures Rot, wie Aris Alexander Bettenbergs Gürtel, der uns eine Spielzeit zusammenhält. Und reines Rot, wie seine Schuhe, die uns leicht und unbeschwert über der Erde auf seinem Spiel tragen.

Rot ist unerlässlich, um einen lebendigen Regenbogen zu gestalten, der wundern lässt. Man muss lassen können.


Aris lässt. Er spielt Klavier seit er sieben ist. Zehn Jahre her. In diese zehn Jahre hat er Berge gepackt. Schwer zu tragen hat er daran nicht.

Er ist so klar und alle Farben, dass man staunt. Und dabei so eigentümlich mitfühlend, dass man stutzt. Aris Alexander Blettenberg reflektiert. Es scheint, als werde jedes vergangene Licht von ihm mit spielerischer Leichtigkeit aus den Zeiten hervorgezaubert. Aus den Untiefen der Zeiten. Es scheint, als habe dies schon immer dort gelauert und gewartet. Auf den Tastendruck eines Aris Alexander Blettenberg.

Nachdem Domenico Scarlatti sich neben ihn gesetzt hat und Haydns Fantasia

uns den Weg weist zu Mephistos Tanz in der Dorfschenke, ist Felix Mendelssohn bereit sich zu zeigen. Sein Abgang ist Alexander Scriabins Chance gehört zu werden. Sein Namensbruder ist ein Geistesbruder.

Nachdem er in seiner ersten Zugabe Scriabin zelebriert, sind die anderen selbstkomponierte Stücke. Unisono Erstaunen und reine Freude der Zuhörerschaft. Er schliesst ab mit der Erfüllung eines Herzenswunsches seiner griechischen Grossmutter, die sich mit ihm das Licht zuwirft: Die griechische Nationalhymne. Ein Heldenstück gelingt. Durch Blettenbergs fulminanten integrierenden Tonsatz reicht er manchen anwesenden Deutschen ein Stück Verlorenheit zurück: Das Gefühl sich einer Nationalhymne ganz und gar erfreuen zu dürfen. Und die griechische Nationalhymne verwandelt sich - heute - ein Mal - in eine internationale Tanz-Hymne, welche die Verbindung aller Menschen symbolisieren könnte……...



„.......Verflossenen Sonntag, am 26. dieses Monats, dieses in der Mittagsstunde, hatte der neunjährige Virtuose Franz Liszt, die Ehre, sich vor einer zahlreichen Versammlung des hiesigen hohen Adels und mehrerer Kunstfreunde, in der Wohnung des hochgeborenen Herrn Grafen Michael Eszterházy, auf dem Clavier zu produciren. Die außerordentliche Fertigkeit dieses Künstlers, so wie auch dessen schneller Überblick im Lösen der schwersten Stücke, indem er alles, was man ihm vorlegte, vom Blatt wegspielte, erregte allgemeine Bewunderung, und berechtigt zu den herrlichsten Erwartungen.“( Überlieferung aus Juli 1820)


Verflossenen Samstag, am 28. dieses Monats, dieses in den Sonnenuntergangsstunden gab sich der siebzehnjährige Virtuose Aris Alexander Blettenberg dem Klavier hin. Die ausserordentliche Fertigkeit dieses Künstlers, sowie auch dessen tiefe Weisheit beim Begreifen seiner musikalischen Vorgänger, erregte allgemeine Bewunderung. Und, selbst in einer Zeit des Jetzt, kommt man nicht umhin die herrlichsten Erwartungen zu hegen.:)







21 July 2012

Recital for Violin & Piano

with Danae Papamattheou &

Robin Green




http://www.youtube.com/watch?v=teHQ9d7plec&feature=youtu.be


Ava Girardelli

The Youngsters go classic. Ein klassischer 1. Klasse Dialog.

Danae Papamatthäou-Matschke, Geige und Robin Green, Klavier

am 21. Juli 2012 im Mani- Sonnenlink. Classical Recital: Violin & piano.

Es klang so fluffig, wie der hausgemachte Mohnkuchen am Bio-Buffet schmeckt: Fritz Bläuel verwöhnte wieder das Mani Sonnenlink Publikum mit seiner starken Präsenz am Flügel. Wie schwer ist das, so leicht zu klingen. Der fingerfertige Ouvertüren Tastateur Fritz Bläuel stimmte unsere Ohren ein und öffnete sie sanft für die Hauptakteure des Abends:

Die beiden Youngsters Danae Papamatthäou-Matschke und Robin Green.

Danae Papamatthäou-Matschke, Jahrgang 1988, kommt aus einer Musikerfamilie. Ihr Vater, der Pianist Uwe Matschke ist vielerorts ihr musikalischer Begleiter. Die herausragende Geigerin, die bereits mehrfach ausgezeichnet wurde, ist Stipendiatin der Onassis-Stiftung.

Ihre Liebe zur Geige entflammte bereits mit drei Jahren. Seit ihrem fünften Lebensjahr gehört das intensive Geigenspiel zu ihrem Leben, wie ihre griechischen Wurzeln.

Zuletzt gewann die charismatische junge Frau 2010 den Sonderpreis für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werks beim 2. Internationalen "Szymon Goldberg Award" in Meissen.

Mehrfach preisgekrönt ist auch ihr Partner des heutigen Abends: Robin Green. Der 25jährige Engländer ergatterte unlängst - gemeinsam mit seinem Klavierpartner Antoine Francoise -  den 1. Preis beim Concours Nicati, dem grössten Wettbewerb für Interpreten zeitgenössischer Musik in der Schweiz. Der sympathische junge Mann mit der Lieblingsschwiegersohn-Aura betrachtet die Klaviertasten seit seinem siebtem Lebensjahr als Lebensfreudespender. Ab seinem vierzehnten Lebensjahr wusste er, dass er Pianist werden wird. Bei dem European Youth Orchestra war er 1.Pianist und trat auch als Dirigent auf.

Mittlerweile konzertiert er europaweit, genau wie die Ausnahmegeigerin Danae Papamatthäou. Beethoven, Ravel und Cesar Franck stehen für das Sonnenlink Konzert auf ihrem Programm. Die zwei jungen Talente musizieren mühelos im klassischen Dialog. Danae`s brillant makelloses Spiel trifft auf das kultivierte Spiel des Pianisten Green. Beethoven kam, klang und war königlich. Ravel tritt ein und tritt auf und trifft. Franck erhebt sich und erklärt sich. Die musikalische Einfühlsamkeit von beiden ist fulminant und gleichzeitig virtouos.


Das kennerhafte Publikum ist entzückt über die beiden musikalischen Juwelen. Sowohl Danae Papamatthäou-Matschke als auch Robin Green werden gewiss noch viele Liebhaber klassischer Musik in der ganzen Welt mit ihrer Klasse in den nächsten Jahrzehnten zum Staunen und Strahlen bringen.






14 July 2012

“Sunshine Glam Rock”

with Barbara Spitz &

Ulli Winter







Von Ava Girardelli

Rock me! Spitz` auf Glam Rock

Barbara Spitz, Gesang und Gitarre

mit Uli Winter, Gitarre und Gesang

am 14. Juli 2012 im Mani - Sonnenlink


“Alle konzertierenden Rockstars haben ja eine Vorgruppe. Und somit hat „the

internationally ignored rockstar“ * Barbara Spitz eine light-version davon:

Fritz Bläuel spielt heute Klavier! Er sitzt da und lässt gekonnt in den Abend

gleiten. Irgendwie ist er immer ganz plötzlich da. Vielleicht, weil er so leise

scheint. Und dann wirkt er omnipräsent. Vielleicht, weil er so authentisch ist.

Auch im Klavierspiel. Zudem hat neben Fritz Bläuel jeder Raum.

Möglicherweise, weil er frei ist. Auch dies ein Thema der 70er Jahre: Freiheit.

Neben Peace-Anhängern - am Hals, Plateauschuhen, Haarkonstrukten

und...Glam Rock!

Auf dem Plateau des Amphitheaters öffnet sich heute knarrend eine Tür zur

Vergangenheit. Barbara Spitz wirft mit ihrer magnetischen Altstimme die

Legenden und Lieblingssongs der Glam Rock Welt der 70er Jahre in den

Jungbrunnen - und die zahlreichen Sonnenlink Hörgäste springen sogleich

mit hinein.

Als das Publikum nach einem Bad in „ Sweet, Slade und Marc Bolan“ wieder

auftaucht, ist es sichtlich verjüngt. Je nach Ausgangsalter zwischen 0 und

über 30 Jahren. Solange liegt für die Mehrheit der Konzertbesucher die

tanzwilde Glam Rock Zeit zurück. Barbara Spitz reiht sich dort ein. Geboren

und gewachsen in London, lebte die charismatische Rocklady mit Wiener

Elternhaus den Glam Rock eben da, wo er herkam. Und das spürt man.

Hören kann man es sowieso. Ihr langjähriger musikalischer Weggefährte Uli

Winter beherrscht mit die Bühne. Der beliebte Wiener Musiker glänzt als

virtuoser Gitarrist und als pointenreicher Sparringspartner in Spitz`ns kleinem

Bühnencabaret.

Ihre vielfältige Theater- und Musicalerfahrung durchdringt Barbara Spitz`

professionelle, emphatische BühnenpraÅNsenz. Die Gitarre beherrscht sie, wie

David Bowie damals seine Kunstfigur Ziggy Stardust. Sie ist ein grosser Fan

und im Publikum outen sich lautstark weitere Anhänger, als sie Ziggy

Stardust musikalisch aufleben lässt. Unbestreitbar am Siedepunkt des „back

to our glamorous rocktimes“ Spitzevents: Tom Jones` Delilah. Unisono

dröhnt der Refrain aus über hundert Gastkehlchen: „....MY, MY, MY Delilah!

WHY,WHY, WHY Delilah! Da ist dann für die meisten Schluss mit der

Texterinnerung. Nicht jedoch für Stuart, britischer Staatsbürger und

Dauerstoupaner. Von seinem Aussichtspunkt auf der oberen Terrasse

schmettert er glücklich weiter .....so before they come to break down the

door - forgive me Delilah, I just couldn`t take any mooooore!

More! More! Mooore!! Nach den Zugaben lässt das 70er Jahre Revival

Publikum nur schweren Herzens die zwei Künstler von der Bühne. Barbara

Spitz und Uli Winter - the original rock Glammer oas Wean! ( auf

deutsch: ...aus Wien)

* Mehr Insiderwissen auf www.barbaraspitz.com






07 July 2012

Classical Music, Jazz & Swing

with Christos Papageorgiou

Theodore Kerkezos &

Matina Velimahiti








http://www.youtube.com/watch?v=rZ3b_z7uKd0&feature=youtu.be


http://www.youtube.com/watch?v=bjyKrOHWcdE&feature=youtu.be


http://www.youtube.com/watch?v=q7HIhsffGrI&feature=youtu.be


Von Ava Girardelli



ES HALLT DIE VERBINDUNG.


Christos Papageorgiou - Komponist, Dirigent, Pianist und Musikmensch mit Theodoros Kerkezos - Saxophonist und Musikmensch am 7. Juli 2012 im Mani Sonnenlink Konzert.

In Begleitung Matina Velimachiti, Sopran.


Es hallt nach. Sonntagnacht danach. Man betrachtet die Sterne in absoluter Stille. Die spürbare Verbindung manifestiert sich. Und die ist gefüllt mit einem Ton. Ganz leise, zuerst ein Summen. Dann wacht das innere Orchester auf. Eine angenehme Aufregung befüllt einen Kloß im Hals. Und da ist es wieder: Das tiefe Gefühl dieses Konzertes, verbunden zu sein. Wie durch ein heiter flatterndes Band. Das Band verknüpft den Hörenden mit der Leidenschaft und Schaffensfreude, die Christo Papageorgiou hochprofessionell in seiner Musik auslebt. Seine drei selbst komponierten Variationen von Rachmaninow, List und Chopin reißen mit. Ein Gefühl, wie auf einer Achterbahnfahrt, sprachlos in den Sitz gepresst - wartend- was da wohl noch so kommen mag....

Zum Beispiel, ein lebendiges Piano, das sich zu freuen scheint über seinen temporären Meister Papageorgiou und seine Bespielbarkeit vollends dem virtuosen Macher zu Verfügung stellt. Die Dirigentennatur des begabten Komponisten kommt in seinem meisterhaften Klavierspiel brillant zum Ausdruck.


Der begnadete Theodoros Kerkezos verknüpft währenddessen fliessend sein Saxophon mit der Tragweite der Musik. Sein weises Saxophon scheint ganz alleine zu spielen, so einfühlsam tritt Theodoros Kerkezos hinter dem Instrument zurück. Es ist ein Glücksfall, dem weltweit begehrten Saxophonspieler nicht zum London Symphony Orchestra oder den Berliner Philharmonikern, in die Carnegie Hall oder in die Royal Festival Hall hinterher reisen zu müssen, sondern ihn hier zu geniessen. Exklusiv im intimen Amphittheater des Mani Sonnenlink. Dazu hat er seinen Sohn und seine Frau mitgebracht. Der junge Sohn sitzt gross neben dem Piano und blättert um für den Freund seines Vaters, Christo Papageorgiou.

Die Frau, Sopranistin Matina Velimachiti, ergänzt mit Sorgfalt Lieder von Papgeorgiou und Hatzidakis. Die Darbietung der beiden grossen Verbinder von Musik, Zeit und Raum sowie von Musik, Geist und Seele: Christo Papageorgiou und Theodoros Kerkezos hallt noch lange nach.


In der Natur ist ALLES mit allem verbunden, alles durchkreuzt sich, alles wechselt mit allem, alles verändert sich, eines in das andere...

Es ist alles schon immer so. Wir dürfen uns nur erinnern.


Und das passiert, wenn ein Meisterpianist auf einen Meistersaxophonist trifft und sie im satten Amphittheater des Sonnenlink auf 260 hungrige Ohren treffen. Diese ihre 130 Herzen öffnen und die menschenverbindende Nabelschnur, die Musik sein kann, fast 90 Erdenminuten in uns pulsiert.


Am Schluss des Konzertes betritt Burgi Bläuel die Bühne. Sie macht das einzig Mögliche. Mit ungewohnt zarter Stimme bittet sie um zwei Minuten Stille. Wie wohl tut das und wie tief kann sich so das Herz diese musikalische Verbindung einpacken. In bestes Seidenpapier.


Übrigens: Das nächste Geschenk des Komponisten Christo Papageorgiou steht schon bereit. Bald werden sich weltweit die Bühnen öffnen für sein erstes fulminantes Musical. Es wird mit Sicherheit die Welt umrunden und verbinden.

Freuen Sie sich auf „Die Geschichte von Onassis und Maria Callas“ !






zauberhaftes Musical-Fest……………….




http://www.youtube.com/watch?v=Vgu7b1sI_8Q




Von Ava Girardelli


DIE KLEPTOMANIN.

Eleni Lydia Stamellou

im 4. Mani - Sonnenlink Konzert Zyklus

mit Marios Kazas am Piano.

30.Juni 2012



“Die Steinwege in Burgi Bläuels Naturgarten scheinen unter ihren tanzenden Schritten zu erweichen: Eleni Lydia Stamellou schwingt ihren filigranen Körper mit einer Haarkrone aus feinen Medusenlocken den Natursteinpfad hinauf zum Amphitheater im Mani - Sonnenlink.

Ihr ganzes Wesen atmet eine lebensfrohe Melodie aus. Sie inhaliert aufmerksam jeden Blick, jedes Wort und jeden Takt und atmet unbeirrt und kraftvoll ihre Lebensmelodie aus. Die summt sich fest. Unerhört gehört. Hochansteckend.


Eleni Lydia Stamellou ist eine Kleptomanin. Wo sie geht und steht, stiehlt sie flugs ein Loch in die Realität und füllt es augenblicklich mit musikalischer Leuchtkraft. Auch, wenn sie nicht singt. Ihre Augen sind wie zwei dunkle Venylscheiben, die ständig die Welt umdrehen und den Betrachter zwingen die Mundwinkel in den Lächelstand zu bringen.

Nach vierzehn Stunden Schlaf ist sie nun ganz hier beim 4. Internationalen Mani - Sonnenlink Musikfestival angekommen.

Vor zwei Tagen atmete Eleni Lydia noch New Yorker Schauspielluft ein.

Die Stipendiatin der Onassis Stiftung rundet ihre vielfältige Gesangsausbildung dort mit einem Schauspielstudium ab.

Doch schon jetzt hat die preisgekrönte Sopranistin eine umfang-reiche Schaffensliste in die Welt gesungen:

Von Liedern im Herodus Atticus Theater, Athen über die „Maria“ in West Side Story in Freiburg bis hin zur hochgelobten Hauptrolle „ Schneewitte“ und „Schaf“ der jungen Oper Mannheim, die Liste zeugt von Schaffenskraft.

Ihr Repertoire umfasst Werke aus Oper, Operette, Lied und Musicals – in neun Sprachen. Eleni selbst spricht fünf Sprachen fliessend.

Jetzt möchte sie russisch lernen. Ihr übernächster Wunsch ist in Moskau, mit einem befreundeten Opernsänger Mozartarien samt schauspielerischer Darstellung auf die Bühne zu bringen. Der nächstliegende Wunsch der temperamentvollen Künstlerin ist während ihres Deutschlandaufenthaltes jetzt im August in ein schönes Theaterengagement zu rutschen. Es sei dem Publikum zu wünschen. Jeder sollte Eleni Lydia Stamellou in ihrem Lebenselement, dem Gesang und dem Schauspiel auf einer Bühne erleben dürfen.

Und wenn dann noch Marios Kazas, ein begabter, sensibler Pianist und langjähriger musikalischer Freund der Sopranistin die Begleitung spielt – rockt das Leben!


Das bunte Publikum im Mani Sonnenlink in der Fastvollmondnacht zum 1. Juli 2012 kann unisono ein musikalisches Wohlfühlbad auf hohem Niveau bezeugen.

Eleni Lydia Stamellous einnehmende Bühnenpräsenz steht in Balance mit ihrer lupenreinen Sopranstimme.

Professionell und liebevoll getragen von dem Pianisten Marios Kazas nimmt sie die Menschen mit auf eine Freudenfahrt zum Zauberer von Oz – wo sich Laura mit Romeo und Julia und der „My fair lady“ trifft.

Ohne Irritationen haben neben Kurt Weill mit Surabaya Johnny, der grosse Manos Hatsidakis, Jacques Offenbach und Friedrich Holländer mit seiner „Kleptomanin“ auch noch Platz.


JA. Eleni Lydia Stamellou ist auch eine Kleptomanin. Wo sie geht und steht, stiehlt sie flugs ein Loch in die Realität und füllt es augenblicklich mit musikalischer Leuchtkraft.

Fast traut man sich nicht zu erwähnen, dass an diesem Abend ein grosser Komet langsam den Himmel befährt während die Künstlerin für Verzauberung auf Erden sorgt. Aber auch das könnte das frenetisch applaudierende Publikum bezeugen.

I could have danced all night, I could have danced all night, lalalala laaalaaa....”






DIMINUITA aus Athen –


Mani VERSWINGT vom Talent- Trio grande


Von: Anja Deuser


Damian Dudu ist weg. Vor einigen Auftritten war er noch da und nun ist er weg: Der rumänische Geigerprinz hat sich mit seinem brillanten Geigenspiel in ein eigenes Königreich hinein katapultiert und vergibt jetzt europaweit Soloaudienzen. Die restlichen Musiker machen geigerlos weiter mit ihrer Musik.

Und nun zu den guten Nachrichten: Effi Saranti, Giorgos Papadogiannis und Kostas Arsenis sind gar keine Musiker.

Es sind Musikanten. Musikanten erkennt man daran, dass sie sich vom ersten selbstgespielten Ton an in charismatische Wesen verwandeln, die im besten Fall im Dreierpack auftreten und sich neben einer harmonischen Dreieinigkeit, auch noch durch befruchtendes kreatives Dreiecksspiel bemerkbar machen.

So geschehen beim 3. Mani Sonnenlink Musikfestival am 23. Juli 2011 im steinheissen Amphittheater mit kühlendem Meerblick.

Gypsy Jazz, Django Reinhardt und Duke Ellington dargeboten von

griechischen Vollblutmusikanten, geht das? „Swing de Paris“, „ Take the A train“ oder „Sweet Georgia Brown“ in Griechenland, wo Gypsy Jazz so bekannt sein dürfte, wie Rembetiko bei deutschen Bayern, wie geht das?

Wie alles geht, mit Liebe und Leidenschaft! Die umtriebige Effi erwärmte sich schon zu ihren Zeiten als Rembetiko Gitarristin mit ihrem musikalischen- und Herzenspartner Giorgios für Jazz aus den 20er und 30er Jahren, insbesondere Django Reinhardts erfundene Mischung aus drei Musikstilen: New Orleans Jazz, französischer Walzer und traditionelle Roma Musik, heute weltweit bekannt als Gypsy Jazz hatte es ihnen angetan. Im November 2007 entstand DIMINUITA – ein Novum in Hellas.

Sie glauben an das, was sie machen und eine wachsende Fangemeinde, auch in Griechenland macht sie glauben, dass es richtig war und ist, sich nur auf die Musik zu konzentrieren. Sie leben von ihren Auftritten, noch sehr bescheiden – mittlerweile zu viert. Effi und Giorgos haben eine kleine Tochter.

Arionas ist ein kleiner 2jähriger Junge. Als das Konzert des Trios auf seinem Höhepunkt ist und es keinen Menschen mehr im Theater gibt, der nicht mindestens mit beiden Füssen wippt und mitklatscht, mitsummt, mitswingt, schwingt sich Arionas von seinen Eltern los, hüpft in die Musikarena und tanzt ein wildes Solo nach dem anderen- immer im Rhythmus!

Effi Saranti, Lead Gitarre, Giorgios Papadogiannis ( Gitarrist und Komponist) an der Rhythmus Gitarre und Kostas Arsenis Cello Doppelbass haben die Zuhörer „verswingt“. In hochprofessioneller Qualität haben sie mitreissend musiziert und man sieht viele urglückliche Menschen johlend und trampelnd nach Zugaben schreien.


Ausserdem können echte Musikanten nicht aufhören zu musizieren. Ihre Seele gibt ihnen vielleicht so eine Art Lebensmelodie vor, da singt dann die innere Stimme dazu und verlangt instrumentale Begleitung. Sobald ein anderer Musiker, in diesem Fall ein Klarinettist um 3 Uhr morgens nach einem zugabenreichen, langen Diminuita Konzert anfängt zu spielen, halten es Effi Saranti, Giorgios Papadogiannis und Kostas Arsenis nicht mehr aus als Zuhörer zu fungieren. Wie ferngesteuert, stehen die drei auf und packen freudig plaudernd die Instrumente wieder aus den Taschen und weiter spielt das Leben: Diminiuta Swing  und Rembetiko mit Effis gehaltvoller Stimme - vom Feinsten!

Übrigens: Bei www.diminuita.com gibt es die erste! CD des Trios zum Bestellen. „a-rhythmology“ heisst das beeindruckende Werk mit acht Eigenkompositionen von Giorgos Papadogiannis und zwei Arrangements von ihm zu Themen von J.S. Bach und M. Ravel. Glauben Sie mir: Kaufen macht glücklich :)


Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=8xudGsPJ89Y



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Musikfestival des Mani Sonnenlink serviert Meisterstück:

Christos Papageorgiou`s offener Hörsaal  - Lecture and Piano Recital.


Mittlerweile haben sich die musikliebenden Dauerbesucher des 3. Musikfestivals von Mani Sonnenlink ja bereits an Burgi Bläuels fulminant glückliches Händchen bei der Auswahl der Künstler gewöhnt. Ihr besonderes Festival spricht sich herum und zieht immer weitere Kreise. Gespannt wird jeder Samstag (noch bis 10. September 2011) herbeigefreut: Wie musiziert der, der da kommt? Mit welchen kulinarischen Überraschungen wartet das Theaterbuffet auf? Kommt der Künstler bei seinem Publikum an? Und…WER kann direkt nach Mimis Plessas kommen?

Nun. Er kam, sah und siegte. Christos Papageorgiou. Ein eloquenter Herr, der leicht und sinnig zwischen vier Sprachen jongliert - Ein faszinierender Mann mit Tiefenblick und ein interessanter, warmherziger Mensch – ein grosser griechischer Musikkünstler- Komponist, Pianist, Lehrmeister; dessen internationale Anerkennung und Auszeichnung ebenfalls immer weitere Kreise zieht. Und nicht erst, seit dem er im griechischen Fernsehen und Radio seine eigene wöchentliche Sendung füllen darf.

Seine Verzückung über die Geschenke des Lebens beginnt sogleich bei einer nebensächlichen Salatdekoration, einem kleinen Boot nachempfunden, auf dem die hauseigenen Bläuelschen Bio-Kapern “segeln” – dargeboten auf seinem Abendmahlteller bei Sonnenuntergang, am Freitag vor dem Konzert. Christos Papageorgiou freut sich so tief und offen über liebevolle Details, wie er sich über grosse Komponistenstücke freut – immer wieder und immer wieder neu. Er zelebriert sie, wie er alles Leben zu feiern scheint: mit dankbarer Inbrunst und einer virtuosen Tiefe und Zartheit, die berührt und anhaftet.

Einfachste Themen verwandelt er in den Kern einer Quelle. Und er sprudelt. Heute ist er viele Rollen, begnadeter Pianist und Komponist, auch der lehrende Meister. In seinen europaweit gerühmten “stilistischen Variationen eines Liedes von Mikis Theodorakis” katapultiert er Mozart, Haydn, Chopin, Beethoven, Debussy, Bartok, Keith Jarrett und Bach in seinen offenen Hörsaal des atmosphärischen Amphittheaters von Burgi Bläuel. Diese alten Macher zeigen - in Papageorgious Pianistenkunst gebeamt und mitreissend unterstützt durch seine kurzweiligen Erläuterungen und sein humoriges Schauspieltalent - wie sie Theodorakis in ihrer Musikwelt interpretiert hätten. Alles ist Eines. Alle sind verbunden in der Muttermelodie der Musik. Das Publikum versteinert auf den felsigen Sitzen. Er zieht die staunende Zuhörerschaft in seinen Bann. Als die spannendsten Lehrstunden der musikalischen Neuzeit mit dem grossen Pianisten Christos Papageorgiou enden, gibt es eine Pause. Er endet und man hört stundensekundenlang NICHTS. Pause. Stillstand. Dann tobt ein kollektiver dankbarer Applaussturm durch das Theater. Die meisten applaudieren stehend und johlen nach Zugaben.

Und die Welt dreht sich wieder.

Die Woche zuvor stand Mimis Plessas in diesem Theater. Er schrieb ins Gästebuch des Mani Sonnelink: “Das Leben und den Tod, den Eros und die Liebe, Wagemut die Freiheit habe ich besungen und beweint. Stets hielt ich doch die Pause hoch, denn in ihr, so glaube ich, ist die Harmonie der Welt enthalten.

Autorin: Anja Deuser, Juli 2011


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http://www.argolis.de/Mani_Sonnenlink/index.htm




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Mimis Plessas - Klaudia Delmer Recital:



Von: Anja Deuser


Mimis Plessas macht Pause in der Mani.


Südpeloponnes. Mani. Neochori. Pyrgos- Lefktrou. Am Samstag Nachmittag, 9. Juli 2011 kurvt gemächlich ein sattes Auto die Hügel zum Sonnenhaus hinauf. ER kommt. Tatsächlich. Frau Bläuels 3. Internationales Musikfestival erfährt durch seine Anwesenheit eine grosse Wertschätzung und ihr ist die freudige Aufregung anzusehen. Mimis Plessas gibt ein Konzert im maniotischen Amphittheater von Burgi Bläuels Sonnenlink. Gemeinsam mit seiner Frau Lucile Carrer- Plessa entsteigt er einem Wagen, der nach Athener Luft riecht. Umgehend ist Mimis Plessas spürbar angekommen. Die 86-jährige Musikkoriphäe wandelt leichtfüssig die Treppen hinab. Sein modernes helles Hemd umhüllt einen fröhlichen Körper, seine warme sanfte Stimme umhüllt jeden. Für die anwesenden Damen gibt es einen galanten Handkuss. Herrenhände werden kraftvoll geschüttelt. "O Mimis" reduziert sogleich die inspirierende Atmosphäre dieses Spielplatzes aufs Wesentliche: Menschliche Authentizität in Freiheit. Alles ist wie immer und noch ganz anders.

Der Erfinder von Wort und Ton unzählbarer griechischer Hymnen für das Volksgefühl, seit über 60 Jahren Gestalterkönig der griechischen Musikkultur, vielgepriesener Filmmusikmacher, der selbst Hollywoods Urgesteine Elisabeth Taylor und Robert Mitchum mit seinen melodiösen Meisterwerken auf den filmischen Olymph begleitete, Jazzer aus Leidenschaft, Komponist, Mäzen talentierter Musiker, gedankenkreativer Philosoph und ein begnadeter Pianist.

Mimis Plessas ist einzigartig in seiner Vielseitigkeit. Er inspiriert mit seiner Präsenz und präsentiert Inspirationen ad hoc seinen offenen Geist.  Seit 86 Jahren scheint sich dieser Geist auszubreiten -  in ihm, mit ihm, durch ihn.

Der Theaterplatz wird heute zum Ehrenplatz. Viele Griechen spüren ihn auf. Erwartungsvolle Ausländer spüren ihnen nach. Mimis Plessas wird begleitet von Klaudia Delmer, Mezzo Sopran. Eine charismatische grecophile Sängerin mit Weltwurzeln. Geboren in Polen mit italienischer Mutter, Lebensjahre in Spanien und Lieblingsjahre in Griechenland seit Jahren. Mutig intoniert sie Plessas Lieder in einer Sprache, die lange nicht, die ihre war. Jetzt wohnt sie in darin. Eine zurückgekehrte Hellenin, musikalisch aufgenommen und begleitet vom Maestro selbst. Er ist in Höchstform und geniesst sein Spiel mit dem Spiel und das Publikumsmitspiel.

Mimis Plessas begeistert ohne Pause. Eloquent führt er das Wort und übernimmt still die Führung über einen maniatischen Tag und eine Nacht. Die Mani sei kein Landstrich, klärt er auf. Die Mani sei eine Lebensart. Griechische Männer mit Arbeiterhänden schweigen und atmen tief. Es ist Pause vom lauten Denken. Zwei griechische Kinder rennen ohne Pause im verbleibenden Freiraum. Die Restlichen machen Kugelaugen und haben Hundeohren. Griechische Frauen singen behutsam Mimis Lebensbegleitlieder mit. Die Männer stimmen sanft mit ein. Machos haben Pause. Die Ausländer sind pausenlos berührt. Man kann Hellas erkennen, wenn man will.

Der grosse Mensch und Künstler liebt die Mani und verspricht Burgi Bläuel sehr bald wieder zu kommen. Übrigens mit 100 neuen Liedern, die er Martina Schäffer schenken möchte. Sie füllte eine Pause vor seinem Auftritt mit ihrem fulminanten Gitarrenspiel so plessasglücklich, dass der Maestro am Rand beeindruckt Platz nahm und seinen Part später begann.

Im Gästebuch steht jetzt: "...................

Pause.


http://www.youtube.com/watch?v=G8yAz1KddA8


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Martina Schäffer Recital:


Einreise der mystischen Saiten.


Samstag 2. Juli 2011. 20.30 Uhr griechischer Zeit & Raum. Mani Sonnenlink. Sommerkonzert- Zyklus

Künstlerin: Martina Schäffer- Solo Klassische Gitarre


“Die Zikaden sitzen schon alle. Sie besprechen sich. Entspannte Menschen- manche Kinder, mehrere Paare, Frauen, Fräuleins, Herren und Männer strömen über sonnenwarme Stufen ins leuchtende Theater. Es duftet nach Feingemacht und warmen Rosmarin. Irgendwie nach sicherer Freiheit. Es klingt nach lauter Stille vor innerer Ruhe. Irgendwo wohnt ein Käuzchen. Oben sieht`s aus, als stünde ein himmelnahes Wiegebett in umarmenden Farben fröhlich bereit. Nehmt Platz! Der Platz schenkt Platz. Die bunte Besucherschar verwandelt ihn in einen Theaterplatz. Das Himmelszeltbett strömt ins untergangsorange. Sonnenuntergangszeit. Feierlichkeit. Zeit für Wandel und sie: Martina Schäffer. Manche Menschen betreten einen Lebensraum und ihre Präsenz erweitert spürbar den Raum. Die charismatische Gitarristin ist eine der interessantesten jungen Gitarrenkünstler Europas. Vielfach ausgezeichnet, technisch brillant und bekannt für temperamentvolle und originelle Interpretationen steht sie nun plötzlich mitten in der Mani, im kraftvollen Amphittheater von Burgi Bläuels Sonnenlink.

Martina Schäffer verneigt ihre elegant gekleidete Gestalt vor dem Publikum. Das Klavier ist heute Dekoration. Es trägt indischen Stoff. Mit Grazie. Alles stimmt. Auch das Stimmen der Stimmen. Die innere Verneigung des Publikums tritt in den Raum. Fast augenblicklich scheint sich eine innere Ruhe getragen von erwartungsfreudigen Wellen auszubreiten...

Mit der "Kleinen Freiheit" von Mirco Oldigs als Eingangsstück öffnet Martina Schäffer uns bei Sonnenuntergang ein neues Zeitfenster. Altes darf in Leichtigkeit gehen. Neues kann kommen. Das Sonnenhaus Theater macht eine mystische Reise. Auf den Saiten einer leuchtenden Künstlerin schwingen unsere eigenen Seiten an. Manche steigen ganz ein. Ein kleines, ca. 4jähriges Mädchen starrt im zweiten Teil nach der Pause mit hypnotischem Blick zu Martina und auf ihr virtuoses Spiel. Das kleine Mädchen sitzt auf Mamas Schoss und intoniert hochkonzentriert zehnfingrig mit. Bei "Capriccio" fliesst der Herzrhythmus des Komponisten- in die Künstlerin - in das Instrument - und alles verbindet sich mit den Mitreisenden zum Herzrhythmus einer anderen Welt. Die meditative Reise führt über sanfte Gipfel, berührt tiefere Täler und landet im JETZT.

Als Reiseandenken gibts ein Stück vom Glück zu leben.

Die Zikaden sitzen noch. Still. Es duftet nach Glückgehabt und kühlendem Lavendel.”

Von Anja Deuser


http://www.youtube.com/watch?v=LASDrPcUSAI




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Die Eröffnung des 3. Internationalen Musikfestivals

in Pyrgos Lefktron, am 25. Juni war ein voller Erfolg.


Obwohl an jedem Abend 2 andere Großereignisse stattfanden war der Platz voll und voller Leben. Das Leben in der Mani pulsiert, viele Unternehmer beginnen ihre eigenen kulturellen Veranstaltungen zu kreieren, da von Seiten der Gemeinde aus keine Mittel zur Verfügung stehen. Burgi Bläuel mit Ihrem Mani Sonnenlink geht wieder einmal als Pionierin voran.

Die Veranstaltungen in dem kleinen Amphitheater mit dem besonderen Ambiente, einer gelungenen gewachsenen Mischung aus griechischer Prachtaussicht mit dem schönsten Natur-Bühnenbild der manitaischen Sonnenuntergangs-Stimmung gepaart mit wienerischem Kultur-Metropolen Flair haben inzwischen legendären Charakter und erfreuen sich höchster Beliebtheit.

Das Konzert am Samstg, 25 war ein solcher gelungener Abend: Neil Latchman - ein Bilderbuch-Operntenor mit einer Stimme, die an die " 3 Großen" erinnern lässt hat seinen Süd-Amerikanischen Charme spielen passen und das Publikum mit Worten, Kostümen und Ausdruck verzaubert. Die Musik: allesamt tiefgehende Liebeslieder - im Stile der großen italienischen Arien mit teilweise leichterem Musikeinschlag. Wunderbar auch die 4 großen Lieder der griechsichen Komponisten Plessas, Theodoraksi und Chatsiatakis, die er mit der Intensität der italischischen Oper zu einem Erlebnis machte, im Publikum Gänsehaut und Tränen und vor allem Erstaunen hervorlockte.

Maria Garzon, Pianistin aus Spanien die vor vielen Jahren in ein Häuschen in Riglia zog, begleitet den Opern-Flairisten mit großer Sensibilität und pittoresker Unterstützung. Beide bereichern das Bild mit Kostümen und Bühnenathmosphäre.

Musikalisch war der Abend durchwegs gelungen - höchste Qualität, bezaubernde Schönheit, Gänsehaut und ein erstklassisches Publikum. DIe Sonnenuntergangs - Phase und Abenddämmerung war von bezaubernder Schönheit - und Stille.


Zur Eröffnung gab es ein Büffet aus biologischen Zutaten. Das Theaterbüffet des Sonnenlink wird auch in Zukunft biologisch Produkte zu bieten haben - inklusive Bier und Prosecco.


Neil Latchman, der zum zweiten Mal hier sang, hat sich in den Charme, Zauber und die Natürlichkeit der Mani verliebt und möchte wieder kommen - hat eine Patentschaft für das Festival übernommen und wir auch weiterhin beratend und singend präsent sein. Schon beginnen weitere Engagements für das verzaubernde Duo in unserem Bundesland zu winken und so wurde hat ein weiterer Mosaikstein in der Entwicklung zur Festival-Tourismus (Festival-Gegend) gesetzt.

Das kommende Konzert mit Martina Schäffer: eine junge, erfolgreiche österreichische Konzertgiutarrisin auf der Gitarre des bekannten griechischen Gitarrenbauers Paulos Bypass hat sich eine ausgefeiltes und reichhaltiges Programm für die Mani ausgedacht: 2.7. 2011 um 20:30 im Mani-Sonnenlink (Pyrgos Lefktron)

Von Burgi Bläuel


Youtube Video: http://www.youtube.com/watch?v=Pu9LZmi69Bo


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Adresse: Burgi Bläuel, Pyrgos-West Mani, 24024 Griechenland
Tel. +30-27210-78077, e-mail: burgi@mani-sonnenlink.com

Mani-Sonnenlink
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